B2B E-Mail-Validierung: was passiert bei der Abfrage eines SMTP-Servers

E-Mail-Verifizierung bedeutet, Mailserver des Empfängers abzufragen und SMTP-Antworten auszuwerten, um gültige, ungültige oder riskante Adressen (Catch-all, Disposable, Greylisting) zu erkennen. Bancomail führt diese Prüfungen täglich in großem Maßstab durch und filtert Fälle wie fehlende MX-Einträge oder Sender-Rejection, um Bounces und Blacklist-Risiken zu reduzieren. Wenn ein Server nicht antwortet oder alles akzeptiert, sind die Daten unzuverlässig.

„Ja, hallo?“ – und wer ist dran?

In den letzten Monaten war eine unserer größten technischen Herausforderungen die Entwicklung eines eigenen E-Mail-Validators, um unsere Datenbank noch zuverlässiger zu machen.

Natürlich haben wir E-Mails schon immer überprüft – B2B-Datenbanken ohne E-Mail-Validierung zu verkaufen, wäre fahrlässig und könnte Käufer ernsthaft auf Blacklists bringen.
Also: immer sicherstellen, dass Adressen gültig sind!

Bisher nutzten wir bewährte Tools. Es gibt viele, einige davon ausgezeichnet, und wir hatten sogar gute Kooperationen mit mehreren Anbietern.
Doch in letzter Zeit sind uns kleine Inkonsistenzen aufgefallen – Grund genug, selbst aktiv zu werden und ein modernes, sicheres und präzises Tool zu entwickeln, das uns zuverlässige Antworten liefert.


Ein solches Tool zu entwickeln bedeutet, sich wirklich die Hände schmutzig zu machen.
Man kann nicht an der Oberfläche bleiben – man muss tief in die Mechanik der Mailserver und Protokolle eintauchen, ohne dabei den Überblick zu verlieren.

Im Kern der Validierung steht ein Dialog – das „Gespräch“ mit dem Empfänger-Server.
Um diesen Prozess zu veranschaulichen, bedienen wir uns einer Analogie, die viele Deutsche sofort verstehen: der legendäre „Ja, hallo?“-Moment aus der Kultserie Dittsche.

Denn E-Mails zu prüfen ist ein bisschen wie bei Dittsche anrufen:
Man ruft, wartet – manchmal bekommt man eine Antwort, manchmal nicht, und manchmal… ist die Antwort völlig unerwartet.

Und genau das macht unser E-Mail-Validator: Er „klingelt“ bei den Domains, hört sich an, was zurückkommt – und erkennt, wer (oder was) wirklich dahintersteckt.


Fall 1: Fehlender MX

Du kommst ans Haus, willst klingeln – aber es gibt keinen Klingelknopf.
Vielleicht gab es mal einen, aber jetzt ist da nur ein Loch.
Du gehst weiter und nimmst dir vor, später noch mal vorbeizuschauen.


Fall 2: Temporäre / Wegwerf-E-Mail

Du rufst: „Ist Olaf da?“
Eine metallische Stimme antwortet: „Ja, hallo!“
Du bist nicht überzeugt. Du gehst – und notierst dir die Adresse, nur für den Fall.


Fall 3: Catch-All (Server, die alles akzeptieren)

Du rufst: „Ist Olaf da?“ – „Ja, hallo!“
„Und Sabine?“ – „Ja, hallo!“
„Und die Bäckerei um die Ecke?“ – „Ja, hallo!“
Du lachst – wer immer „Ja, hallo!“ sagt, meint es wahrscheinlich nicht ernst.


Fall 4: Greylisting

„Ist Olaf da?“
– „Ich weiß nicht… ruf später noch mal an.“
Du rufst 15 Minuten später wieder an, hoffend, dass Olaf inzwischen aufgetaucht ist.


Fall 5: Timeout

Du rufst. Schweigen.
Vielleicht schlafen sie, vielleicht ist die Leitung tot, vielleicht ist der Klingelknopf nur Deko.
Du versuchst es ein andermal.


Fall 6: Absender abgelehnt (Sender Rejected)

Du meldest dich: „Hallo, hier ist Andrea von Bancomail…“
– „Nein danke, kein Interesse!“
Gespräch beendet. Vielleicht versuchst du es irgendwann noch mal – unter einem anderen Namen.


Fall 7: SMTP Rejected

„Ist Olaf da?“
– „Olaf wer?“
„Olaf Schmidt…“
– „Nie gehört.“
Ein bisschen schade – aber immerhin ehrlich.


Fall 8: Gültige E-Mail

Du rufst: „Ist Sabine da?“
– „Ja, hier ist Sabine!“
Ehrlich und direkt. Du hattest vorher auch nach Olaf gefragt, und man antwortete: „Olaf wer?“
Du legst auf mit einem Lächeln – endlich eine echte Antwort.


Zusammengefasst

E-Mails zu validieren ist im Grunde ein digitaler Rundgang durchs Klingelhaus:
Einige sind nicht da, manche tun so, als wären sie da, andere zögern – und ein paar antworten tatsächlich.

Wir machen das tausendfach am Tag: höflich, pünktlich, mit einem Algorithmus, der keinen Fehler macht.

Denn selbst in der digitalen Welt gilt die alte Hausregel:

Wenn keiner aufmacht, besser nicht noch mal klingeln.
Und wenn alle zu schnell aufmachen – vielleicht besser draußen bleiben.


PS:
Danke, dass Sie bis hierhin gelesen haben – wir wollten zeigen, dass auch ein technisches Thema ein Lächeln verdient.
Und ein kleiner Gruß an Dittsche – den Mann, der jedes Gespräch mit einem „Ja, hallo?“ beginnt.

Andrea Mazzeo

Andrea Mazzeo

CEO de Bancomail SpA – Inició su carrera en cargos comerciales en los sectores automotriz y de software de gestión, y más tarde fue director comercial en Whitesun Spa, donde se encargó de la expansión de una red nacional de franquicias de centros de estética. Convencido de la importancia de la formación técnica en las ventas, se apasionó por la programación y se especializó en ingeniería de bases de datos. En 2001 fundó Neosoft y, combinando sus competencias técnicas y comerciales, desarrolló el primer prototipo europeo de comercio electrónico dedicado a los datos B2B, bajo la marca Bancomail. En 2021 transformó Bancomail en una sociedad anónima.
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